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15.09.2021

größere Ölspur

(Bereich des Bahnhofs, Herbolzheim)

Katastrophenschutzzug Hochwasser des Landkreises Emmendingen im Einsatz


Veröffentlicht am: 15.07.2021

Auf Anforderung des Regierungspräsidiums Freiburg startete am Donnertag Abend, den 15.07.2021 um 21.30 Uhr unser Zug Hochwasserschutz des Katastrophenschutzes, bestehend aus 4 Fahrzeugen der Feuerwehren Herbolzheim und einem Fahrzeug der Feuerwehr Emmendingen Mundingen, zur Unterstützung nach Rheinland-Pfalz. Wir waren einer von 15  Hochwasserschutzzüge des Landes Baden Württemberg. 

 
Gegen 01:50 Uhr waren wir in der Bundeswehrkaserne Hermeskeil eingetroffen und konnten bis 6:00 Uhr noch einmal Ruhe finden. Um 7:00 Uhr wurde die Lage und Einsatzaufgaben besprochen und die Fahrzeuge anschließend ins rund 40 Kilometer entfernte Einsatzgebiet nach Helenenberg in Bewegung gesetzt. Der Zug bestand aus 12 Einsatzkräften aus Herbolzheim und 6 Kameraden der Abt. Mundingen. Die Führung und Leitung des Zuges bildeten Kommandant Martin Hämmerle gemeinsam mit seinem Kollegen Kommandant Lucas Kimmi aus Kenzingen. 


Aus dem Bereitstellungsraum in Helenenberg wurden die Züge der Ortenau aus Kehl und wir  nach Ralingen in den Einsatz verlegt. In dem 2000 Einwohner Ort am Fluss Sauer im Grenzgebiet zu Luxemburg gab es erhebliche Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur. Unsere Aufgabe war es die vollständig gefüllten Keller der Einfamilienhäuser leer zu pumpen.

 
Beim Eintreffen in Ralingen war der uns zugewiesene Straßenzug komplette mit Schlamm bedeckt. Zunächst musste am ersten Haus ein aufgeschwemmter Gastank frei gelegt und gesichert werden. Danach wurden in 2 Gruppen an 3 Häusern gleichzeitig die Keller leergepumpt. Mit Radladern haben Helfer die Straße versucht zu räumen. Neben mehreren Tauch- und Schlammpumpen kamen zwei Tragkraftspritzen zum Einsatz. Mit Strahlrohren an den Schläuchen der Tragkraftspritzen haben unsere Kameraden die Straßen parallel gesäubert. Das laufen im Schlamm auf der Straße und den mit Schlamm bedeckten Gärten war sehr anstrengend und forderte die Einsatzkräfte. Um einen Zugang in den Keller eines Hauses zu schaffen, mussten zwei angeschwemmte Paletten Pellets von Hand beiseite geräumt werden. Die Bewohner der Häuser und die Feuerwehr Ralingen waren für unsere Hilfe und Arbeit sehr dankbar.
 

Nach einem sehr anstrengenden und arbeitsreichen Freitag mit 10 leer gepumpten Kellern wurden unsere Einsatzkräfte von der Feuerwehr Ralingen in einer Halle untergebracht. Dort konnten wir uns zum Abend stärken, ausruhen und eine „Mütze“ Schlaf nehmen.


Am Samstagmorgen um 8:00 Uhr wurden wir dann von Ralingen an den 100 km entfernten Nürburgring verlegt, dort wurde ein großer Bereitstellungsraum für 1000 Hilfskräfte und entsprechend Material eingerichtet, an dem die Einheiten Ihren weiteren Einsatzauftrag bekommen.

 
Am späten Nachmittag erhielten wir die Information, dass wir die Heimreise antreten konnten. Um 23 Uhr sind wir dann alle Gesund in Herbolzheim zurück gekehrt und wurden von den Kommandanten, Abt. Kommandanten und dem Kreisverbandsvorsitzenden Nico Zimmermann begrüßt.

 
Nach zwei anstrengenden Tagen trafen sich dann die Teilnehmer und weitere Kameraden der Kernstadt am Sonntag Vormittag um 10 Uhr um die Gerätschaften zu reinigen und die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder her zu stellen.

 
Ein Dank allen Einsatzkräften die diesen Einsatz unterstütz haben.



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