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21.01.2020

Kleinbrand

(Rheinhausenstraße, Herbolzheim)

Ausrüstung in der Brandbekämpfung



Atemschutz


Die technische Weiterentwicklung bringt immer neue Stoffe. Fast alle setzen beim Verbrennen extrem giftige Rauchgase frei. Heutzutage ist es nicht mehr möglich, irgendeine Art von Feuer ohne komplette Atemschutzausrüstung zu löschen. Die Ausrüstung besteht aus einer hitzebeständigen Maske, die speziell für den Einsatz von Feuerwehren konzipiert worden ist. Ergänzt wird die Maske von dem Atemschutzgerät selber. Diese Rückenkonstruktion beinhaltet eine Trageeinheit, die Atemluftflasche, den Lungenautomat und eine Überwachungseinheit. Die Trageeinheit ist ergonomisch aufgebaut und versucht die Last gleichmäßig zu verteilen. Die Atemluftflasche liefert die benötigte Luft. Mit einem Druck von 300 Bar kann ein Feuerwehrmann etwa 20 Minuten umluftunabhängig bei Bränden aller Art agieren. Die Atemluftflasche ist an den Druckminderer angeschlossen, der den Druck auf etwa 5 bis 8 Bar herunterregelt. Der Lungenautomat ist wiederum mit einem Schlauch an den Druckminderer angeschlossen. Er dient zur kontrollierten Zufuhr der Atemluft. Es reicht ein Atemzug und der Lungenautomat gibt die Luft in die Maske frei. Damit der Atemschutzgeräteträger stets seinen Druck kontrollieren kann, gibt es verschiedene Überwachungsgeräte. Die reinen analogen Manometer werden nach und nach durch digitale Manometer mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen abgelöst. Alle Geräte fangen ab einem Restdruck von 50 bis 60 Bar an laut zu pfeifen um zu signalisieren, dass der Atemluftvorrat zu Neige geht.

Strahlrohre


Früher benutzten die Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung meist einfache Schläuche und Strahlrohre. Die einfachen Strahlrohre haben drei Einstellungsmöglichkeiten: Vollstrahl, Sprühstrahl und Wasser halt. Die modernen Hohlstrahlrohre hingegen, haben weitaus mehr Einstellungsmöglichkeiten. Die Wassermenge und der Winkel des Sprühkegels können stufenlos eingestellt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Wasser noch feiner Zerstäubt wird und die Löschwirkung dadurch steigt. Eine gezielte Brandbekämpfung wird vereinfacht. Ebenso ist es möglich die Hohlstrahlrohre als Schaumrohr zu verwenden.



Schaumrohre


Mit der Feuerwehr wird meistens ein Löschmittel verbunden: Wasser. Jedoch kann dieses Löschmittel in manchen Fällen mehr Schaden als Nutzen bringen. Auch die Löschwirkung ist manchmal nicht ausreichend. Für Fahrzeug- und Großbrände wird deshalb meist Schaum verwendet. Der Schaum wird in 25 Liter Kanister gelagert. Durch einen speziellen Zumischer, an dem auch die Stärke des Mischverhältnisses eingestellt werden kann, wird das Schaumittel mit dem normalen Löschwasser vermischt. Durch das spezielle Schaumrohr bzw. Hohlstrahlrohr, wird erst durch das Zerstäuben und Vermischen mit Luft, Schaum erzeugt.


Überdruckbelüfter


Bei einem Brand entsteht Rauch! Das weiß jedes Kind. Dass bei einem Brand auch giftige Gase entstehen, ist vielen nicht ganz klar. Der Überdruckbelüfter bringt mit einer enormen Leistung frische Luft in ein Brandobjekt. Somit ist es möglich, Rettungswege rauchfrei zu halten, damit betroffene Personen das Gebäude ohne Schaden verlassen können. Der Einsatz findet nicht nur während eines Brandes statt. Auch danach kann der Restrauch aus dem Gebäude "geblasen" werden. Ebenfalls dienen diese Geräte zum Entlüften von Häusern bei Gasaustritten. Die Feuerwehr Herbolzheim besitzt insgesamt vier Überdruckbelüfter. Ein elektrischer, ein durch Wasserdruck angetriebener und einen mit Benzinmotor. Über den vierten Lüfter finden Sie hier mehr Informationen.

Funkgeräte


Die Funkgeräte werden bei jedem Einsatz verwendet. Sie dienen zur Kommunikation mit der Integrierten Leitstelle und den Einsatzkräften untereinander. Die so genannten 2-Meter-Geräte besitzen eine Reichweite von etwa 2 bis 3 Kilometern und ermöglichen somit eine Entlastung des 4-Meter-Bandes, welcher für Funkgespräche auf Landkreisebene vorgesehen ist.




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